EVOLVE YOUR SKILLSET
// node 0x4f2a · verified operator — vom ersten Commit zum Stack-Architekten. Hardware, Netze, Code.
Mein Weg: Vom Kampf zurück ins Leben – und hinein in meine Leidenschaft
Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann sehe ich keinen geraden, einfachen Weg. Ich sehe eine Geschichte von harten Brüchen, von Momenten, in denen mich das Schicksal eiskalt erwischt hat – aber vor allem sehe ich eine Geschichte vom Wiederaufstehen.
Der Start: Handwerk, Industrie und der erste Rückschlag
Mein Weg begann ganz bodenständig. Ich habe eine Ausbildung im Handwerk absolviert, gelernt und von der Pike auf angepackt. Danach zog es mich in die Industrie. Zehn Jahre lang habe ich meinen Job als Anlagenführer richtig gerne gemacht. Es war harte, körperliche Arbeit, aber ich war gut darin, verlässlich und stand voll im Leben.
Dann, nach genau diesen zehn Jahren, kam der erste schwere Schicksalsschlag. Er riss mich komplett aus der Bahn. Es war ein tiefer Einschnitt, aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Ich habe mich wieder aufgerafft, mich zurückgekämpft – und ging wieder zurück in die Industrie, diesmal in die Logistik. Ich wollte einfach mein Leben zurückhaben und wieder das tun, was ich gelernt hatte.
Der zweite Bruch: Wenn der Körper „Stopp" sagt
Ich habe wieder alles gegeben, weitere elf Jahre lang. Ich habe meine Jobs immer gerne gemacht und voll hinter meiner Arbeit gestanden. Doch dann schlug das Schicksal ein zweites Mal zu. Und diesmal waren die Auswirkungen schlimmer, tiefgreifender und endgültiger.
Als ich die Realität vor Augen hatte, wurde mir schmerzhaft klar: Es geht nicht mehr. So wie es war, wird es nie wieder sein. Wenn ich jetzt so weitermache wie bisher, zerstöre ich mich selbst. Mein Körper hat mir eine unmissverständliche Grenze gesetzt. Es war der Moment der bitteren Erkenntnis, aber auch der Moment, in dem ein neuer Funke zündete.
Die Rettung: Das Hobby wird zum Beruf
In dieser schweren Phase erinnerte ich mich an das, was mich privat schon immer angetrieben und fasziniert hat: meine absolute Leidenschaft für die Welt der IT, der Server und der Netzwerke. Wo andere nur Bahnhof verstehen, fängt für mich der Spaß erst an. Wenn ich mich in Linux-Systeme, Docker-Container und Cybersecurity-Infrastrukturen vertiefe, vergesse ich die Welt um mich herum.
Da reifte der Entschluss: Ich mache meine größte Leidenschaft zum Beruf. Ich nutze diesen erzwungenen Neustart, um mich nicht weiter kaputt zu machen, sondern das zu tun, wofür mein Herz wirklich brennt. Nicht mehr reparieren, was gesundheitlich nicht mehr geht, sondern etwas völlig Neues, Sicheres aufbauen.
Der Blick nach vorn: Fachinformatiker für Systemintegration
Heute stecke ich mitten in meiner gesundheitlichen Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Es ist für mich der perfekte Brückenschlag: Weg von der körperlichen Belastung der Industrie, hin zu der mentalen Herausforderung, die ich liebe. Mein logisches Denken und die strukturierte Arbeitsweise aus über zwei Jahrzehnten Berufserfahrung helfen mir dabei enorm.
Der nächste große Schritt steht bereits fest vor Augen: Mein mehrmonatiges Fachpraktikum im IT-Bereich eines großen, anspruchsvollen Betriebs. Dort werde ich im großen Stil im digitalen „Maschinenraum" mitarbeiten und meine Stärken in der Praxis beweisen.
Mein Ziel steht felsenfest: Voraussichtlich Mitte 2027 werde ich meinen Berufsabschluss in den Händen halten.
Das Schicksal hat mich zweimal zu Boden geworfen. Aber 2027 werde ich nicht mehr der Arbeiter sein, der aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste – sondern ein top-ausgebildeter IT-Spezialist, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.